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Autonome besetzen nach Ausschreitungen Universität von Athen

11.05.2005 06:16

ATHEN - Nach einer Auseinandersetzung mit der Polizei haben Mitglieder einer autonomen Gruppe die technische Universität von Athen besetzt. Sie hinderten während mehrerer Stunden mehr als 150 Menschen daran, das Gebäude zu verlassen.
Danach verliessen die Besetzer nach und nach das Polytechnikum wieder. Auch die rund 150 Menschen - darunter drei Parlamentsabgeordnete - konnten die Uni verlassen. Zuvor hatte die Polizei eine Forderung der Autonomen erfüllt und sich zurückgezogen.
Die Autonomen hatten das Universitätsgebäude nach einer Auseinandersetzung mit der Polizei besetzt, bei der ein Autonomer angeschossen und ein Polizist durch Schläge verletzt worden war.
Zu den Ausschreitungen war es gekommen, als die drei Parlamentarier von Polizisten begleitet eine Buchpräsentation im Polytechnikum besuchen wollten. Die Autonomen wollten die bewaffneten Sicherheitskräfte am Betreten des Gebäudes hindern.
Ein Polizist wurde durch Schläge verletzt und musste ins Spital gebracht werden. Wie die Polizei mitteilte, schoss ein zweiter Beamter einem Autonomen ins Bein, als er von der Gruppe angegriffen wurde.
Kurz vor dem Ende der Besetzung hatte das Rektorat der Universität die Anwesenheit bewaffneter Polizisten im Universitätskomplex verurteilt. "Niemand darf das Uni-Asyl verletzen. Die Anwesenheit von bewaffneten Polizisten erinnert an die Obristen-Junta der 70er-Jahre", hiess es in der Erklärung des Rektorats.
Die technische Universität Athens gilt als ein Symbol der Demokratie in Griechenland. Im November 1973 hatte die damalige griechische Obristen-Junta (1967-1974) einen Studentenaufstand unter Einsatz von Panzern mit einem Blutbad beendet.

Quelle: Schweizer Fernsehen DRS