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Politik vom 19. Juli 2002

Griechische Polizei sprengt Terrorgruppe "17. November"

Athen - Nach jahrzehntelanger Fahndung nach Mitgliedern der gewalttätigen linken Stadtguerillagruppe "17. November" ist der griechischen Polizei offenbar der Durchbruch gelungen. Drei mutmaßliche Mitglieder der Gruppe gestanden nach Polizeiangaben ihre Beteiligung an einer Serie von Bombenanschlägen seit 1984. Auf einer Ägäisinsel nahm die Polizei einen weiteren Mann fest, bei dem es sich um einen der führenden Köpfe und Mitbegründer der Gruppe handeln soll.

Der Mann wurde nach Angaben von Polizeichef Fotis Nassiakos von einer Anti-Terror-Einheit festgenommen, als er an Bord eines Tragflächenbootes die kleine Insel Lipsi verlassen wollte. Bei ihm handelt es sich um den 58 Jahre alten Alexandros Giotopoulos. Auch seine Wohnung in der Hauptstadt wurde durchsucht. Die Polizei kam den Männern nach einem fehlgeschlagenen Bombenattentat Ende Juni auf die Spur.

Bei mehreren Razzien in den vergangenen Wochen hat die Polizei den größten Teil des Waffenlagers der Organisation ausgehoben. Anfang Juli wurde im Athener Stadtviertel Pangrati eine große Zahl von Panzerabwehrraketen, Handgranaten und Material zum Bombenbau gefunden.

Die Gruppe "17. November" ist nach dem Datum des Studenten- und Arbeiteraufstandes gegen die Militärjunta am Athener Polytechnikum im Herbst 1973 benannt. Sie ist eine der aktivsten Untergrundorganisationen und hat sich zu 22 politischen Morden bekannt - darunter an vier US-Beamten.

ap/HA