Staat und Repression

Veranstaltung
Prozess gegen ELA
Prozess gegen 17.November
Haftbedingungen
Solidarität
Staat&Repression
Presse
Erklärungen
Fotos und Plakate
Hintergrund
Aktuelles
Europäisches Sozialforum
in Athen 2006


MAIL

19.09.2006-Griechenland-Türkisch Griechische Grenze beim Evros Fluß

Flüchtlinge als Minensucher für türkisches Militär.

Das türkische Militär arbeitet mit Menschenhändlern zusammen, die Flüchtlinge in die Minenfelder auf griechischer Seite schicken, damit die türkischen Streitkräfte einen Einblick in die Position und den Zustand der Minenfelder bekommen. Das berichete die Tageszeitung

Eleftherotypia. Eine Gruppe iranischer Flüchtlinge, darunter zwei Kinder, vier Frauen und drei Männer, lief vergangene Woche in ein Antipersonenminenfeld auf der griechischen Seite der Grenze am Evros-Fluß. Bei der Explosion wurden zwei der Männer leicht verletzt, sie

wurden ins Krankenhaus in Didymothicho gebracht.Die Flüchtlinge hatten einen von Hand gemalten Lageplan der Grenzregion bei sich. Die angeblich sicheren Pfade führten sie jedoch direkt in besagtes Minenfeld. Vor etwa zwei Wochen waren zwei kurdische Flüchtlinge in einem Minenfeld auf der griechische Seite der Grenze ums Leben gekommen.

Griechenland Zeitung 27.09.06

21.9.2006 Chania-Kreta

Demonstration von Flüchtligsunterstützungs Gruppen um dagegen zu protestieren, dass Ärzten und Amnesty International der Zutritt zu dem Lager, in dem Flüchtlinge festgehalten werden, von der Polizei verboten wird.

25.09.2006 Insel Chios

Dachbesetzung des Container-Lagers auf der Insel Chios in Mersinidi

Die gefangenen Flüchtlinge von Mersinidi sind heute aufs Dach gestiegen, um gegen ihre Lebensbedingungen zu protestieren.Mit einem Offenen Brief machen sie öffentlich, dass sie mit 21 Mensche in einem Container leben müssen, 90 von ihnen haben keine Schuhe, keine Seife, keine Decken, kein Wasser. Das Essen ist nicht essbar. Sie haben Gesundheitsprobleme und der einzige Krankenwagen des Ortes ist kaputt. Das Solidaritätskomittee für die Rechte der Flüchtlinge hat das alles bestätigt und fordert die Verwaltung auf, sich um die Belange der 225 Menschen zu kümmern.

Brief aus dem Lager:

"An Jeden, den es interessiert,

Wir die Flüchtlinge in diesem Lager (Mersinidi) haben jede Hoffnung aufgegeben und weil wir uns darüber beschweren wollen, schreiben wir an Euch als unsere letzte Hoffnung.

Wir haben uns beschwert und geschrien über unsere Lebensbedingungen hier, und trotzdem zeigt niemand Interesse. Wir sind 225 Menschen in diesem Lager, seit mindestens 2 Wochen und 190 seit einem Monat.Die Kapazität des Lagers ist 108 Menschen. In jedem Container leben etwa 21 Menschen, schlafen einer über dem anderem. Etwa 90 von uns haben keine Schuhe, keine Kleidung, Geschirr, Seife, Decken.Die Klos sind verstopft und das laufenede dreckige Wasser stinkt und lässt uns nicht schlafen.Die Krankheiten werden immer mehr und keiner interessiert sich. Die Polizei verteilt Panadol (Beruhigungsmedikament). Zwei Mahlzeiten reichen nicht, das Brot ist steinhart und meistens ist das Essen verdorben. Und die immer grössere Anzahl der Gefangenen macht die Probleme noch grösser ohne unseren Willen. Wir fühlen uns wie in einem verlassenem Gefängnis, niemand redet mit uns und wenn wir die Polizei informieren, sagen sie, es wäre ihre Sache.

Deswegen bitten wir euch Organisationen und Behörden zu informieren, dass sie uns retten, weil die Bedingungen sind unerträglich und die Situation ist inhuman.

Wir wissen nicht welche Straftat wir begangen haben, um so eine harte Strafe verdient zu haben.

Wir sind vom Krieg geflohen, von Hungersnot, von Unterdrückung und Angriffe gegen unsere Völker und kamen um Schutz zu finden in einem Land des Friedens.

Wir rufen um Hilfe jeder Organisation, das Rote Kreuz, die Menschenrechte, die Vereinte Nationen und jeder Staatsmacht.

Wir bitten um Hilfe Griechenland und das zivilisierte Europa.

Die Gefangenen von Mersinidi."

Ta Nea 27.09.2006 Griechenland --Insel Siros

Dienstag Abend wurde ein Fischerbot mit 61 indische Menschen zwischen Siros und Mikonos festgehalten. Die Wasserrschutzpolizei hat die Fischer festgenommen und die Flüchtlinge in ein Steinhaus, was als Theater dient, gebracht. Es wurde die übliche Gesundheitsuntersuchung gemacht und es wurde behauptet, dass sie bald nach Lavrio (Ort in der Nähe von Athen, wo die einzige staatliche, aber vom Roten Kreuz verwaltete Erstaufnahme-Einrichtung ist).

Das Fischerbot Sea Gull kam aus dem Hafen von Konakri in Afrika.

28.09.2006 Griechenland-Insel Kreta

Heute morgen wurden zufällig 59 Ägypter endeckt, während sie versuchten aus dem Fischerbot, das sie transportiert hatte, auf kleinere Boote umzusteigen, um nach Heraklion zu kommen. Die Wasserschutzpolizei hat 49 festgenommen und sucht noch nach 12 Menschen. Das Kaiki (Fischerbot) wurde durchsucht und es wurden persönliche Gegenstände und 5 Ausweise gefunden. Die festgenommenen Flüchtlinge wurden die erste Nacht bei der Polizei in Zellen gehalten dann aber wegen Überfüllung in einem Hotel bei Skaleta nach der Stadt Rethymnon gebracht. Alle sind gesund.

28.09.2006 Athen - Griechenland hält Minderjährige Flüchtlinge seit 3 Monate im Gefängnis.

Sinigoros tou Pediou --Eine Unabhängige Organisation für die Rechte der Kinder berichtet, dass sie bei einem Besuch im Gefängnis der Ausländerpolizei in Athen Alodapon, 42 minderjährige Gefangene, die unter ganz schlechten Haftbedingungen nur mit der Begründung, dass sie ohne Papiere seien, getroffen haben.Die Organistaion hat den Premierminister und die Regierung aufgefordert, sich an internationales Recht zu halten und die Minderjährigen frei zu lassen.

Eleftherotypia 28.09.06